Dienstag, 22. April 2014

31 Wochen


Ich hoffe ihr hattet wunderschöne Ostern und konntet die Feiertage mit euren Liebsten in vollen Zügen genießen! Ich habe mich in den letzten Tage fast komplett zurückgezogen und mich meiner Familie und dem lieben Nestbautrieb gewidmet. Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Mails und Nachrichten bezüglich des Geburtstermins. Ich habe auf dem letzten Wochenpost noch die Tipps von Oma und Opa hinzugefügt und eine kleine private Liste mit euren Tipps gemacht. Eine ganz liebe Leserin hatte letztes Jahr am gleichen Tag Termin wie ich und da kam das Mäuschen ein bisschen später. Mal sehen, ob sich unser Bambi auch Zeit lässt. Aber der Großteil aller Tipps liegt tatsächlich vor dem errechneten Termin. Nachdem ich seit diesem Wochenende auch fleißig Kontraktionen habe festigt sich auch meine Vermutung an eine Geburt vor dem ET. Es ist und bleibt spannend!

Ich hatte euch recht am Anfang meiner Schwangerschaft schon erzählt, dass ich noch so einige Kurse besuchen und verschiedene Angebote zur Geburtsvorbereitung wahrnehmen möchte. Neben Fußreflexzonenmassage, normalen Massagen und Osteopathie habe mich mich noch mit Hypno Birthing und Haptonomie auseinandergesetzt. Zum Hypno Birthing vielleicht ein andermal mehr, wenn ihr mögt.
Es war wirklich gar nicht leicht eine Hebamme im Umkreis zu finden, die sich mit Haptonomie auskennt und anbietet. Eine Freundin hatte mir empfohlen, dass unbedingt auszuprobieren und sehr davon geschwärmt. Leider ist ihre Hebamme zur Zeit selbst nicht "im Dienst" und so machte ich mich auf die Suche. Ich wurde fündig. Wir müssen zwar fast eine Stunde Fahrtzeit auf uns nehmen, aber ich kann schon verraten, es lohnt sich! Letzte Woche hatten wir den ersten Termin. Der Lieblingsmann hatte etwas Bedenken, dass es sich um "Hokuspokus" handeln könnte, war aber auch wirklich positiv überrascht.

Haptonomie ist die Lehre von der Berührung. Es geht darum schon vor der Geburt Kontakt zu seinem Kind aufzunehmen, es kennen- und besser verstehen zu lernen.

Nach einem Kennenlerngespräch und einer kurzen Einführung legte die Hebamme ihre Hände links und rechts völlig ohne Druck (!) auf meinem Bauch. Ich saß bzw. lag bequem auf einem Bett und es war ganz still im Raum. Ich atmete in den Bauch und merkte wie der sich sogar etwas weitete und weich wurde. Die Kleine hatte schon jetzt gefühlt mehr Platz. Nach einigen Minuten spürten wir wie sie auf die Hände reagierte. Aber ganz anders als ich es erwartet hatte. Normalerweise nimmt man Kontakt und Berührung immer durch ein Stoßen oder Treten aus dem Bauch wahr. Das war etwas ganz anderes. Es fühlte sich an als würde die Kleine ebenfalls ihre Hand an die innere Seite des Bauches legen. Vielleicht kann man es sich vorstellen wie mit einer Glasscheibe auf der zwei Menschen ihre Hände auf der gleichen Stelle aneinander legen. Es war schon wirklich bezaubernd. Die Kleine kuschelte mit den Händen und schwamm hin und her. Nach einiger Zeit war der Papa dran. Er legte die Hände ebenfalls wie vorher die Hebamme auf den Bauch und fühlte teilweise von außen Bewegungen, die ich von innen kaum wahrnahm. Es war wirklich schön und die Beiden hatten so etwas für sich, was mich total freute.

Die Hebamme erklärte uns, dass es ist wie mit zwei Händen die sich von hinten auf deine Schultern legen. Du erkennst, ob es dir angenehm ist, ob sie größer oder kleiner sind, ob sie mit mehr oder weniger Fläche aufgelegt werden, ob du diese Person kennst oder nicht. Und nach einiger Zeit weißt du genau zu wem welche Hände gehören. Es ist das sich bewusst Zeit nehmen füreinander. Und die Einladung an das Kindchen uns kennenzulernen. Ich bin wirklich gespannt wie die nächsten Sitzungen werden. Durch das Verschieben der Hände kann man seinen kleinen Schatz auch bitten sich vielleicht anders hinzulegen, wenn wieder mal gegen die Rippen getreten oder auf die Blase geboxt wird, oder ihm den Weg zeigen. In die richtige Richtung. Für mich persönlich ist das sehr hilfreich, weil ich sie so vielleicht ein bisschen weg von der Kaiserschnittnarbe lenken kann, mehr in meinen Rücken, den Druck verringern und eben spüre wie es ihr geht.

Es ist vielleicht die etwas andere Art der Geburtsvorbereitung, aber sie schenkt uns sehr viel Vertrauen. Und mittlerweile liegt sie auch mit dem Köpfchen nach unten und einer normalen Geburt steht nichts im Wege.

Ich hoffe mein kleiner Bericht und Einblick in die Haptonomie war interessant und hilfreich. 
Hat von euch vielleicht auch schon jemand Erfahrung damit gemacht? Wie hat es euch gefallen?
Wäre das etwas für euch? Könnt ihr euch vorstellen es auszuprobieren?

Bis bald.
Stefanie

Kommentare:

  1. Hi, habe grade deinen Eintrag gelesen. Habe so ne Gänsehaut bekommen, weil es mich so sehr an letztes Jahr mit meiner Schwangerschaft erinnert. Genau das gleiche Gefühl hatte ich auch bei der Haptonomie. Jetzt wo du das so schreibst kommt es mir so vor wie gestern und ich hoffe ich werde vielleicht irgendwann es nocheinmal erleben dürfen :)

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    1. Ja, es ist wirklich ziemlich unbeschreiblich. Vielen Dank für deinen Tipp!!! :-*

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  2. Oh das hört sich toll an! In meiner ersten Schwangerschaft hat der Kleine sich immer total viel bewegt, aber sobald die Hand des Papas auf dem Bauch lag, war er ruhig!
    Für meine nächste Schwangerschaft werde ich mich auf jeden Fall umhören, ob es so was hier im Umkreis gibt!
    Dir weiterhin alles Gute!!!!
    Liebste Grüße Karina

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  3. Das liest sich wirklich unbeschreiblich schön. Genieße die letzte Zeit und das besondere Spüren deiner Tochter. Ich glaub, das werde ich bei Kind Nr. 2 auch mal ausprobieren. Und dein Bauch sieht soooo toll aus.

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