Montag, 17. Februar 2014

22 Wochen - ein Herz für meine Hebamme!


Im Moment ist es in aller Munde und man könnte auch sagen in aller Facebookposts. Diesen 22 Wochen-Beitrag möchte ich gerne meiner Hebamme widmen. Nicht weil es ihr irgendetwas bringt, dass ich euch mal nicht die Ohren voll jammere oder Neues über meine Wehwehchen berichte, sondern weil es ein verdammt wichtiges und sehr ernstzunehmendes Thema ist. Die liebe Svenja von L'inutile hat den Anfang gemacht und ich möchte mich ihr gern anschließen.
2015 sollen die Haftpflichtversicherungen für Hebammen nicht nur so teuer sein wie niemals zuvor - nein - es sollen schlichtweg gar keine Versicherungen mehr angeboten werden. Das bedeutet freiberufliche Hebammen wird es nicht mehr geben - sie werden quasi gezwungen aufzuhören, ihren Beruf aufzugeben.
Bisher habe ich nur angedeutet wie meine letzte Schwangerschaft, die Geburt und die ersten Wochen als Mama verlaufen sind. Aber ich kann euch vorweg sagen: Ohne meine Hebamme hätte ich vieles nicht so gut weggesteckt.
Die Vorsorge durch die Hebamme ist einfach nochmal etwas komplett anderes im Vergleich zu den monatlichen Terminen beim Frauenarzt. Beim letzten Besuch meiner Hebamme - bei uns Zuhause wohlgemerkt! - haben wir über 1 Stunde gesprochen. Sie ist mittlerweile fast wie eine gute Freundin geworden mit der man so offen umgehen kann wie man es mit einem Arzt - zumindest aus meiner Sicht - niemals könnte. Sie hört dir zu, beruhigt dich, nimmt Sorgen und Ängste. Sobald sie die Wohnung betritt hat man das Gefühl verstanden zu werden und das sie auf die Frage "Wie geht´s dir?" auch eine ehrliche und ausführliche Antwort erwartet.
Das es so eine wunderbare Möglichkeit der Vorsorge bald nicht mehr geben soll ist nicht nur unvorstellbar, sondern bringt mich wirklich zum Heulen.
Schon lange bietet meine Hebamme und die gesamte Hebammenpraxis einen hebammengeleiteten Kreißsaal und damit eine 2 zu 1 Betreuung bei der Geburt an. Für alle Noch-Nicht-Mamas, das ist bei einer 'normalen' klinischen Entbindung überhaupt nicht möglich. Hier sind die Dienste so sparsam belegt, dass man froh sein kann, wenn eine Hebamme längere Zeit bei einem bleibt. Bei meiner ersten Schwangerschaft kam das nicht in Frage. Aber dieses Mal schon!
Das es so eine wunderbare Möglichkeit der Geburt bald nicht mehr geben soll ist nicht nur unvorstellbar, sondern bringt mich wirklich zum Heulen.
Und last but not least - die Nachsorge. Für mich tatsächlich das Herzstück der Hebammenarbeit! Ich war noch keine 2 Stunden aus dem Krankenhaus wieder daheim, saß sie schon auf meinem Sofa und nahm mich in den Arm. Sie trocknete viele Tränen. Sei es wegen dem Stillen oder einfach wegen dem Hormonchaos. Sie war eine enge Vertraute in dieser Zeit. Nicht nur wenn es um Fragen zum Thema Nabelpflege, wunder Po oder meiner Kaiserschnittnarbe ging. Sondern auch wenn es zwischenmenschliche Probleme gab war sie für mich da. Sie kam anfangs wirklich täglich - dann nur noch 2-3 pro Woche und schließlich nur noch nach Bedarf. Aber sie war da. Tag und Nacht erreichbar. Und dafür bin ich sehr dankbar.
Das es so eine wunderbare Möglichkeit der Nachsorge bald nicht mehr geben soll ist nicht nur unvorstellbar, sondern bringt mich wirklich zum Heulen.
Das kann ich nur immer wieder betonen. Diese Vorstellung macht mich sogar leicht panisch.
Ohne meine Hebamme - niemals!
Und jetzt habe ich Angebote wie Akupunktur, Fußreflexzonenmassagen, Geburtsvorbereitungskurse und anderes noch gar nicht erwähnt.
Also liebe Politik, endlich Aufwachen!!! Wir können nur unseren kleinen Beitrag leisten und aufmerksam machen, Petitionen unterzeichnen und Briefe schreiben, uns bei den Krankenkassen beschweren. Jetzt seid ihr an der Reihe!
Hier noch einige wichtige Links mit Informationen:


Kommentare:

  1. Ein tollen Post den Du geschrieben hast... Du hast so recht... Ich unterstütze wo ich kann... Liebe Grüße und eine gute Zeit Doris

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