Freitag, 31. August 2012

Buchtipp: Muttergefühle. Gesamtausgabe.

Wie in meinem Post-Titel schon erkennbar, es geht um dieses wunderbare Buch:




Das Buch ist einfach nur verdammt ehrlich, verdammt witzig, und verdammt wahr. Ich habe mich quasi in jedem zweiten Satz wiedergefunden und total verstanden gefühlt. Gerade wenn man als Mami auch mal an sich zweifelt oder denkt man ist vielleicht nicht ganz normal schenkt einem die Autorin auf eine witzige, aber nicht dümmliche Art und Weise die Sicherheit, dass absolut alles in Ordnung ist, wenn es auch manchmal nicht in Ordnung ist.

Aufmerksam geworden bin ich durch Zufall. Ich war mal wieder bei amazon am Stöbern und das Buch wurde mir auf meiner Start- und Empfehlungsseite vorgeschlagen. Woher die das immer wissen. ;-) Jedenfalls hab ich geklickt, gelesen und sofort gekauft.

Ich finde schon äußerlich ist das Buch ein Hingucker. Der matt-schwarze Einband und die pinken Aufdrucke passen perfekt zum modernern Schreibstil der Autorin. Und als Gimmick gibt es Postkarten mit Titeln wie „Abstillen is not a crime!“.

Aufgebaut ist das Buch in verschiedenen Themen:

Der Anfang: Die erste Zeit mit Kind
Jetzt neu: Ich als Mutter
Der Alltag
Die Familie
Der Rest der Welt
Der Muttermythos & die Schuldgefühle
Gesundheit & Entwicklung
Die Kindererziehung
Die Partnerschaft
Die Gleichberechtigung
Das Ende: Die ersten zwei Jahre sind vorbei

In jedem Kapitel gibt es noch mal Unterkapitel und was ich auch ganz nett fand, waren die einfachen Tipps mit denen die Autorin aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz berichtet hat. Am Ende eines jeden Unterkapitels gab es immer einen kurzen Text mit „Das mache ich, wenn…“. Sie erzählt keine ach so schlauen Ratschläge, sondern gibt einfach weiter was sie als hilfreich empfunden hat ohne bevormundend zu wirken.

Das Buch scheut sich nicht vor Fragen wie „Was hat dieses Kind aus mir gemacht?“ oder Aussagen a la „Ich will mein altes Leben zurück!“.

Besonders in Erinnerung ist mir ein Kapitel geblieben bei dem es um die wahnwitzige Vorstellung von Nicht-Müttern und Nicht-Vätern geht, frischgebackene Mamis würden sowieso die meiste Zeit bei Kaffee und Kuchen sitzen, plaudern, tratschen und sich einen Lenz machen. Wobei selbst Mütter und Väter haben manchmal diese Vorstellung. Sie erzählt eine Anekdote bei der sie an einem Nachmittag mit ihrem Sohn eine Freundin besucht. Das Einzige was die beiden Freundinnen an diesem Nachmittag austauschen ist ein „Hallo, wie geht´s dir?“ und ein „Tschüss – war ja nett heute.“. Dazwischen ein paar kurze Sätze mit kurzen Antworten und das war dann auch schon der Nachmittag. Denn wenn ihr Sohn gerade nicht geschrien hat, dann hat eben der Sohn der Freundin eine Unterhaltung unmöglich gemacht. Auch hier ein kurzes Zitat:
(…) Von Freunden höre ich häufig so etwas wie „Ja ja, dein Leben möchte ich haben. Den ganzen Tag rum sitzen, über die Kinder reden und Kaffee trinken.“ Wenn sie nur einen Tag mit mir tauschen würden, wüssten sie, dass wir Mütter eigentlich nie zusammensitzen, weil immer mindestens eine ihrem Kind hinterherrennt, dass wir keinen Kaffee trinken, sondern ihm sehnsüchtig beim Kaltwerden zugucken, und dass wir nicht ÜBER die Kinder reden, sondern fast ausschließlich MIT ihnen. (…) Das ist frustrierend, weil ich mich nicht gern ausschließlich über die Dinge unterhalte, die bequem in die Pause von Finger-in-die-Steckdose-Stecken und Keksmatsch-in-die-Parkettritzen-Schmieren passen. Von diesen ewigen Unterbrechungen ist sogar mein Gehirn genervt. An manchen Tagen hasse ich diese Situationen wie die Pest und fühle mich gefangen in dieser Welt aus Dinkelstangen und Windelgrößen. Dann denke ich, dass Muttersein ein langweiliger, total hohler Job ist. Dass mein Gehirn nur noch da ist, damit es beim Sprechen im Kopf nicht so hallt. (…)

In einem anderen Kapitel ging es um den Unmut, keinen Satz beenden zu können. An dieser Stelle möchte ich kurz zitieren:
(…) Erst war es die Schwangerendemenz. Meine Sätze hörten sehr weit vor dem Punkt auf, und meine Gedanken waren meistens nur ein wirres Gefasel von diffusen, unverständlichen Wortfetzen. In manchen Gesprächen mit dem Mann konnte ich mich schon bei seiner Antwort nicht mehr an meine Frage erinnern. Als das Kind dann auf der Welt war, ging meine Hinverweichung weiter. Es hielt mich von Gedanken und Gesprächen ab, indem es zum Beispiel kotzte, wegrollte, haute, Euros aß, sich klemmte oder auch einfach nur verdächtig still war. Seit seiner Geburt habe ich mehr Sätze abgebrochen als zu Ende geführt. (…)

Ich möchte auch gar nicht weiter über die einzelnen Kapitel schreiben. Nur so viel: Sie greift viele andere Themen auf wie „den Fluch die Zeit rumzukriegen“, „die Selbstvorwürfe keine perfekte Mutter zu sein“ und „die Unsicherheit, weil jeder Ratgeber einen anderen Rat gibt“. Es ist für jeden was dabei und natürlich gibt es auch zwei oder drei Kapitel, die für mich nicht so interessant waren und die ich mehr überflogen als gelesen habe. Aber im Gesamten ist das Buch ein Knaller. Selbst meine Mama, bei der diese Zeit schon „ein paar Jährchen“ ;-) her ist hat dieses Buch in zwei Tagen mit viel Spaß und Kopfnicken gelesen.

So, jetzt muss ich mich wieder dem wahren Leben widmen. Dem Mama-Sein. Was ich erst lernen musste, aber schließlich über alles liebe.

Wenn ich eure Leselust geweckt habe, dann ganz bequem hier entlang: Muttergefühle

Sonntag, 26. August 2012

Baby Luu Loop

Heute Mittag hatte ich endlich Zeit den Loop für meine Kleine fertig zu machen. War ein ganz schöner Act, denn eigentlich war er ja schon fertig. Nur ohne Modell musste ich die Größe schätzen. Leider -ver-schätzt. Aber jetzt passt er wie angegossen.

I proudly present... mein erster Baby Luu Loop. :-) Außen Baumwolle. Innen Jersey.


Mittwoch, 22. August 2012

Aller Anfang ist schwer: Ich nähe jetzt!

Da ist er!!!! Mein erster Loop!!!
Ich habe ihn überraschenderweise ohne größere Hindernisse hinbekommen. Gebraucht habe ich aber stolze 1 1/2 Stunden. Der blaue Innenstoff ist aus Jersey. Und der Grüne ist ein Tilda Stoff aus Baumwolle.


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